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Werkstoffe und Schadensanalyse
Werkstoffe- und Schadensanalyse
Die Laboreinrichtungen von GL Noble Denton ermöglichen zerstörende und zerstörungsfreie Prüfungen, Korrosionsversuche, Metallographie, Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie und Röntgen-Mikroanalyse.
Schadensanalyse
Bei Schadensfällen muss der Schaden eindeutig beurteilt und die primäre Ursache ermittelt werden. Dies erfordert eine ganzheitliche Systematik in der Schadensanalyse, um gezielte Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung von Schäden abzuleiten. Beim Versagen eines Werkstoffes oder Bauteils kann das komplexe Zusammenwirken konstruktiver, fertigungs- und/oder betriebstechnischer Einflussgrößen der Auslöser sein. Bauteile enthalten Informationen über Ursache und Ablauf des Schadensablaufes, die durch Werkstoffuntersuchungen ermittelt werden können.
Zerstörende Prüfung
Werkstoffkennwerte zuverlässig zu ermitteln, stellt Anforderungen an die Präzision der Probenfertigung, der Prüfeinrichtungen und an die Bedienung dieser Einrichtungen. Die GL-Prüflabore bieten Zugversuche mit und ohne Feindehnungsmessung, Warmzugversuche bei Temperaturen bis 1000 °C, Kerbschlagbiegeversuche bei Temperaturen von 300 °C bis -196 °C sowie Härteprüfungen nach Vickers, Brinell und Rockwell an Werkstoffen, Schweißverbindungen etc. an.
Metallografie
Mikrostruktur und Gefüge bestimmen die Werkstoffeigenschaften. Unregelmäßigkeiten in der Struktur oder im Gefüge durch Herstellungs- oder Verarbeitungsfehler können zum Ausfall einzelner Komponenten oder ganzer Systeme führen. Relevante Größen, die die Gebrauchs- und Fertigungseigenschaften von Werkstoffen entscheidend beeinflussen, wie z.B. Reinheitsgrad oder Gefüge- und Wärmebehandlungszustand, können durch Methoden der Metallographie exakt beurteilt werden. Für diese Verfahren sind die GL-Prüflabore mit mikroskopischen und makroskopischen Untersuchungsmöglichkeiten von der Präparation bis zur Dokumentation, z.B. mit digitaler Bildauswertung, modern ausgestattet.
Chemische Analyse
Optische Vakuum-Emissionsspektrometer bieten simultane Messungen mit integrierten Prozessrechnern und 34 Analysekanälen. Dadurch sind präzise Analysen von niedrig-, mittel-, und hochlegierten Stählen, Nicht-Eisenmetallen und Gusseisen möglich.
Korrosion
Werkstoffe werden nach internationalen Standards auf Beständigkeit bei interkristalliner Korrosion im Aktiv-Passiv-Übergang und im Transpassiv-Bereich sowie auf Beständigkeit bei Wasserstoffversprödung überprüft. Darüber hinaus verfügen die GL-Prüflabore über Untersuchungseinrichtungen für Eisen-III-Sulfat-Schwefelsäure-Prüfung, Strauß-, Huey- und Streicher-Tests.
Zerstörungsfreie Prüfung
GL-Experten, die bis Stufe 3 nach DIN EN 473 qualifiziert sind, führen Ultraschalluntersuchungen an Walz-, Guss- und Schmiedeprodukten sowie an Schweißnähten mit dem Impulsechoverfahren oder auch mittels Phased-Array-Technik durch. Magnetpulverprüfungen mit dem Streuflussverfahren und Farbeindringprüfungen gehören neben Einrichtungen für die digitale Radioskopie ebenfalls zum Dienstleistungsspektrum. Zusätzlich können die GL-Prüflabore Wand- und Schichtdicken durch magnetische Induktion bestimmen. Die Mitarbeiter der GL-Prüflabore kommen auch in Ihr Unternehmen und führen metallographische Untersuchungen, Härteprüfungen sowie spektrometrische Untersuchungen hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung vor Ort durch.
Akkreditierungen
Die GL-Prüflabore arbeiten nach den höchsten Standards und sind nach DIN EN ISO 17025 akkreditiert. Die Mitarbeiter führen als anerkannte Besichtiger des Germanischen Lloyd Endabnahmen von Werkstoffen durch und verfügen zudem über die Anerkennung durch andere Klassifizierungsgesellschaften.